Winter in Norwegen

Setzt euch, nehmt euch einen Kaffee und kommt mit.

Dieses Land – ich liebe dieses Land. Seine Vielfalt. Die Ruhe und Entschleunigung. Die Tatsache, dass vermeintlich schlechtes Wetter (wenn die Nebelfelder tief über den Bergen hängen) dort eine Stimmung erzeugt, die mich endlos denken lässt.

Wir konnten morgens – vom Bett aus – durch das Fenster weit über die Bäume und den Fluss bis zur anderen Uferseite schauen. Norwegen zeigte sich wirklich im Laufe der Woche von allen Seiten. In den ersten Tagen mit großer Melancholie und hängenden Nebelfeldern, die alles in ein tiefblaues kaltes Licht tauchten, und in den folgenden Tagen dann sogar mit wunderschönen Sonnenaufgängen.

Der Roadtrip durch den Nationalpark führte uns durch eine Eiswüste in der kein einziger Baum mehr stand, der den Blick hätte führen können. -27,5 Grad und Nichts soweit das Auge reichte. Ein paar Kilometer weiter führte uns die Straße den Berg hinab in ein Tal, in dem – umgeben von mächtigen 2000tern – bereits die Schneeschmelze eingesetzt hatte und Bäume wieder ihre ursprüngliche Farbe zurück bekamen. Der Bergfluss rauschte, die Sonne schien, es war arschkalt – einfach perfekt!

Auf unseren Touren kämpften wir uns mit Schneeschuhen durch vollkommen unberührtes Gelände. Die einzigen Spuren, die dort zu sehen waren, waren unsere eigenen und die von ein paar Schneehasen. Absolute Stille durchzogen vom Stapfen der Schneeschuhe und dem pfeifenden Wind auf den offenen Hochebenen. Ab und zu ein eingeschneites Holzhaus, das im Sommer wahrscheinlich als Ferienhaus genutzt wird. Einfach perfekt. Ich wollte nicht nach Hause zurück. Dieses Land – ich liebe dieses Land.

Sehr zu empfehlender Soundtrack:

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